Dienstag, 14. April 2015

Kyoto Auswärtsspiel Teil 1: Nach Hause kommen

Vorwort:
Liebe Do., vielen Dank für den Kommentar und die Geburtstagsgrüße von Angelika und Elfriede! Liebe Grüße zurück und ärgert euch nicht, blogger scheint manchmal ein Problem mit der Übermittlung von Kommentaren und Blogeinträgen zu haben.

Lieber Babba oder Anonym aus Wandersleben, ja sehr frisches Sushi, ganz ohne Verpackung. Ich bezweifle nur, dass das gern gesehen wird, wenn wir uns das aus dem hoch herrschaftlichen Gewässer selbst angeln. Und außerdem Karpfen als Sushi? Nee, da bleibe ich lieber bei Lachs, Thunfisch und Makrele.

Liebe Camy, wir brauchten sowohl Regenschirm, als auch Sonnencreme. Ein Reh-Abwehrspray wäre auch nicht schlecht gewesen, aber dazu im nächsten Post mehr. Beim Erraten des Geschenks liegst Du leider wieder falsch. Aber einen Tipp oder zwei kann ich Dir gern geben: es ist nichts zum Anziehen für einen Menschen und hat mehr als eine einkleidende Funktion. Na, jetzt schlauer? ;-)


Und los geht's mit dem Auswärtsspiel:

Bereits vor 5 Jahren hatte ich das Glück, Miyajima (eigentlicher Name der Insel Itsukushima – Miyajima bedeutet: Schreininsel) besuchen zu können. Damals habe ich mich in die kleine Insel, die vor Hiroshima liegt, regelrecht verliebt. Dem entsprechend war ich freudig und ein kleines bisschen aufgeregt, die Insel endlich wieder betreten zu können. Würde es genau so schön werden wie damals oder würde ich, würden wir, eine Enttäuschung erleben? Die Wettervorhersage verhieß zumindest ein wechselhaftes Abenteuer.



Am 13.04.2015 bestiegen wir am frühen Vormittag einmal mehr einen Shinkansen. Zunächst brachte uns dieser bis nach Osaka, wo wir in den Anschlusszug nach Hiroshima umstiegen. Die ganze Zeit über war es dicht bewölkt und regnete zum Teil stark. In Hiroshima nieselte es mal mehr, mal weniger stark. Mit dem Bus fuhren wir, von der Hiroshima Central Station aus zum A-Bomb Dom. Dieser wird bautechnisch im Moment auf Risse und Absenkungen untersucht, so dass einige Gerüste aufgebaut worden waren.











Dennoch ist der Dom immer eine gefragte Sehenswürdigkeit, genau wir der nahe gelegene Friedenspark und das dazu gehörige Museum.









Da es wieder stärker zu regnen begann, beschlossen wir, uns die Burg Hiroshimas anzusehen. Dabei handelt es sich um einen Wiederaufbau aus den 1950er Jahren.










Leider darf man in der Burg selbst nur bestimmte Exponate fotografieren, so dass uns nur ein paar  Bilder aus dem obersten Stockwerk blieben, die die Aussicht zeigen.

Im Anschluß an unsere kleine Rundtour sind wir mit der Straßenbahn bis zum Fährhafen für die Überfahrten nach Miyajima gefahren.
Bis unser Fähre zu dem Eiland ging, hatten wir noch etwas Zeit und die verbrachten wir damit, uns die diversen Getränkeautomaten anzusehen. Unsere heiß geliebte Cornsoup gab es nicht, aber dafür entdeckten wir einen Automaten, der heißen Bananenkakao hatte. 160 Yen für einen großen Becher und 120 Yen für einen kleinen. Abgesehen davon, dass der Bananenkakao sehr heiß ist, wartete dieser Automat mit etwas, für uns neuem auf. Es gab keine Dosen, sondern Pappbecher, wie beim Kaffeeautomaten, allerdings mit Deckel oben drauf und Video, was einem zeigt, wie der Becher befüllt wird. Sehr genial und der Bananenkakao schmeckt wirklich bananig gut.



So aufgewärmt ging es für uns auf die Fähre nach Miyajima. Auf die Uhr habe ich nicht gesehen, denke aber, dass die Überfahrt vielleicht knapp zehn Minuten dauert. Kaum genügend Zeit, um die ersten Fotos von Miyajima und dem Weltberühmten Tori im Wasser samt zugehörigem Itsukushima-Schrein zu schießen.





Wettertechnisch war es alles andere, als ein gelungener Start, aber selbst mit diesem trüb/nebligen Wetter, hat die Insel auf mich eine Anziehungskraft, die nur mit dem Gefühl des Nachhausekommens zu beschreiben ist. Schon bei der Anfahrt auf die Insel, konnte ich mir mein Dauergrinsen nicht mehr vom Gesicht wischen. Selbst, dass wir zu Beginn ein paar Straßen zu weit nach rechts gelaufen sind und unser Hotel somit anfänglich verfehlten, tat meiner guten Laune keinen Abbruch. Im Gegenteil, es war eher so eine Art warm laufen und vertraute Ecken für den nächsten Tag finden. Somit dauerte es etwas, bis wir unser Zimmer betreten konnten, doch wir wurden belohnt.








Ich liebe das Miyajima Makoto. Die Zimmer sind gut, das Personal absolut freundlich und Entgegenkommend. Das Haus verfügt über ein eigenes Onsen (Bad) in dem sich die Gäste in großen Becken, in heißem Wasser entspannen können. Das Onsen haben wir zwar nicht benutzt, dafür aber von der bereit gelegten Yukata Gebrauch gemacht. Heißes Wasser und Tee, sowie eine kleine süße Aufmerksamkeit, Momiji Manju (hiesige Spezialität und sehr zu empfeheln), standen ebenso bereit und wir haben alles genutzt.







Nachdem wir vom Abendessen und einem spät abendlichen Spaziergang zurück kamen, hatte das Hotelpersonal schon unsere Betten bereitet.



Viel später als geplant, doch sehr gut gelaunt, sind wir schließlich um kurz vor Mitternacht in unsere Betten gefallen.





Der zweite Teil unseres Ausflugs folgt in Kürze.







Liebe Grüße,

eure Yane

1 Kommentar:

  1. Hallo, Ihr lieben Geishas,

    schön, dass ihr gut angekommen seid und das Zimmer Euren Gefallen
    findet. Es sieht aber auch sehr ordentlich aus.
    Aus den Betten könnt Ihr ja nicht fallen.
    Die Kimonos sind aber nicht als Nachtgewand gedacht oder ?
    Ihr seht aber sehr schön aus darin.

    Liebe Grüße

    Do.

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