Vorwort: Alle Bilder sponsored by Raban©
Nach einer erholsamen Nacht, mit rechtzeitigem Zubettgehen
(vor Mitternacht!), klingelte der Wecker kurz vor acht. Der Himmel war grau und
es regnete leicht, so hatten wir es nicht unbedingt eilig, vor die Tür zu
gehen. Doch nach unserem Frühstück fanden wir keinen echten Grund mehr, uns
nicht nach draußen zu wagen, auch wenn ein weiteres Nickerchen sehr verlockend
erschien. Vor der Tür die erste Überraschung. Es regnete zwar, aber es war warm,
schwül warm mit dennoch frischem Wind. Eine seltsame und doch schweißtreibende
Kombination, die erst auf unserer Busfahrt nach Higashiyama richtig deutlich
wurde, denn im Bus war es sehr stickig. Erst nachdem wir den Bus verlassen
hatten, wurde uns etwas wohler und wir begannen unseren langen und
ausführlichen Spaziergang durch Higashiyama. Unser erster Weg führte uns zum
Kiyomizu-dera. Der Weg dorthin ist mindestens so spektakulär wie die
Sehenswürdigkeit an sich. Massen an Menschen, Souvenirläden, Essensstände en
masse.
Busladungen voller Menschen (zur Zeit gefühlt 90% Chinesen –
man hört zum Teil mehr Chinesisch als Japanisch), die sich
durch die steilen Straßen schieben, in kleine Läden quetschen, sich gegenseitig
vorwärts schieben oder egal im Weg rum stehen, weil von allen Seiten noch mehr
Menschen, Taxis, Autos und Rickshaws kommen. Doch irgendwann gelangt man dann
endlich an sein Ziel und ist, Dank dieses seltsamen Wetters, komplett
durchgeschwitzt. Der Regen hatte aufgehört und die Sonne versuchte, sich zu
zeigen, was bedeutete, dass man sich nun endgültig wie in einer Waschküche
fühlte. Dennoch gab es bereits im Eingangsbereich von Kiyomizu-dera viel zu
sehen.
Gerade standen wir noch recht allein etwas abseits des
Trubels, als wir von vier jungen Leuten angesprochen wurden. Studenten, die uns
baten, eine kostenlose Führung durch Kiyomizu-dera mit uns machen zu dürfen.
Sie studierten unter anderem Englisch und wollten so ihre Sprachkenntnisse und
freies Sprechen trainieren. Gerne nahmen wir dieses Angebot an und ich muss
sagen, dass es eine gute Entscheidung war. Die Infos, die wir von der kleinen
Truppe bekamen, waren wirklich interessant. Unglaublich viel Hintergrundwissen,
interessant vorgetragen, mit kleinen Plaudereien zwischen den einzelnen
Punkten, die wir abgelaufen sind. Auch Zeit, um einige Bilder zu machen blieb.
Die vier Studenten haben sich wirklich viel Mühe gegeben,
wir hatten auf der Tour eine Menge Spaß miteinander. Und das sind unsere
Tourguides: Seiji, Asuka, Hikari und Ayaka (von rechts nach links).
Vielen Dank, ihr Lieben!
Wir würden die Tour jederzeit wieder machen! Wenn ihr also
die Gelegenheit habt, gebt den Studenten die Chance, sich in Englisch zu üben.
Plaudert mit den Studenten und habt Spaß. Dieser Rundgang wird mir, ähnlich wie
unser Zusammentreffen mit Miri in Tokyo, ganz besonders in Erinnerung
bleiben :-D
Da unsere Tour sehr interessant und mit unglaublich vielen wissenswerten Details gespickt war, sind Fotos ein wenig zu kurz gekommen
(zumindest nach der Ansicht von Raban ;-D), so dass wir auf eine zweite Runde,
dieses Mal ohne Begleitung gegangen sind.
Danach meldete sich langsam unser Hunger. Weiter durch die
Straßen schlendern, folgten wir einem Spazierpfad, der von einem unserer
Reisführer (Lonely Planet) empfohlen worden war. Von Lonely konnte aber keine
rede sein, immer noch schoben sich Menschenmassen durch die malerischen Gassen
von Higashiyama.
Mittlerweile war es fast 15:00 Uhr und endlich fanden wir
ein kleines Lokal. Unser Essen sah nicht nur gut aus, es war wirklich
hervorragend und außerdem bekam Frau Mitreisende vom Chef des Lokals noch eine
Einführung darin, wie man das Sobagericht (im Vordergrund) richtig isst.
Frisch gestärkt ging es weiter auf unserem Spaziergang bis
hin zum Yasaka-jinja und von da aus wieder nach Gion, wo uns lustige Gefährte
begegneten.
Die Busse in dieser Gegend sind meistens voll bis übervoll,
so dass wir beschlossen, ein weiteres Mal, von Gion aus zu unserem Apartment zu
laufen. Auf dem Nachhauseweg kehrten wir noch im 7Eleven ein, um unseren Getränkevorrat
aufzufüllen und natürlich noch etwas zu Essen mitzunehmen.
Morgen soll es bei uns regnen, aber auch dafür haben wir
schon einen Plan :-D
Euch Allen einen schönen Restsonntag und bis morgen! Mata
ashita!
Eure Yane
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