Sonntag, 19. April 2015

Kiyomizu-dera und nette Zufallsbegegnung



Vorwort: Alle Bilder sponsored by Raban©



Nach einer erholsamen Nacht, mit rechtzeitigem Zubettgehen (vor Mitternacht!), klingelte der Wecker kurz vor acht. Der Himmel war grau und es regnete leicht, so hatten wir es nicht unbedingt eilig, vor die Tür zu gehen. Doch nach unserem Frühstück fanden wir keinen echten Grund mehr, uns nicht nach draußen zu wagen, auch wenn ein weiteres Nickerchen sehr verlockend erschien. Vor der Tür die erste Überraschung. Es regnete zwar, aber es war warm, schwül warm mit dennoch frischem Wind. Eine seltsame und doch schweißtreibende Kombination, die erst auf unserer Busfahrt nach Higashiyama richtig deutlich wurde, denn im Bus war es sehr stickig. Erst nachdem wir den Bus verlassen hatten, wurde uns etwas wohler und wir begannen unseren langen und ausführlichen Spaziergang durch Higashiyama. Unser erster Weg führte uns zum Kiyomizu-dera. Der Weg dorthin ist mindestens so spektakulär wie die Sehenswürdigkeit an sich. Massen an Menschen, Souvenirläden, Essensstände en masse.


Busladungen voller Menschen (zur Zeit gefühlt 90% Chinesen – man hört zum Teil mehr Chinesisch als Japanisch), die sich durch die steilen Straßen schieben, in kleine Läden quetschen, sich gegenseitig vorwärts schieben oder egal im Weg rum stehen, weil von allen Seiten noch mehr Menschen, Taxis, Autos und Rickshaws kommen. Doch irgendwann gelangt man dann endlich an sein Ziel und ist, Dank dieses seltsamen Wetters, komplett durchgeschwitzt. Der Regen hatte aufgehört und die Sonne versuchte, sich zu zeigen, was bedeutete, dass man sich nun endgültig wie in einer Waschküche fühlte. Dennoch gab es bereits im Eingangsbereich von Kiyomizu-dera viel zu sehen.




Gerade standen wir noch recht allein etwas abseits des Trubels, als wir von vier jungen Leuten angesprochen wurden. Studenten, die uns baten, eine kostenlose Führung durch Kiyomizu-dera mit uns machen zu dürfen. Sie studierten unter anderem Englisch und wollten so ihre Sprachkenntnisse und freies Sprechen trainieren. Gerne nahmen wir dieses Angebot an und ich muss sagen, dass es eine gute Entscheidung war. Die Infos, die wir von der kleinen Truppe bekamen, waren wirklich interessant. Unglaublich viel Hintergrundwissen, interessant vorgetragen, mit kleinen Plaudereien zwischen den einzelnen Punkten, die wir abgelaufen sind. Auch Zeit, um einige Bilder zu machen blieb.









Die vier Studenten haben sich wirklich viel Mühe gegeben, wir hatten auf der Tour eine Menge Spaß miteinander. Und das sind unsere Tourguides: Seiji, Asuka, Hikari und Ayaka (von rechts nach links). 
Vielen Dank, ihr Lieben!

Wir würden die Tour jederzeit wieder machen! Wenn ihr also die Gelegenheit habt, gebt den Studenten die Chance, sich in Englisch zu üben. Plaudert mit den Studenten und habt Spaß. Dieser Rundgang wird mir, ähnlich wie unser Zusammentreffen mit Miri in Tokyo, ganz besonders in Erinnerung bleiben  :-D
  
Da unsere Tour sehr interessant und mit unglaublich vielen wissenswerten Details gespickt war, sind Fotos ein wenig zu kurz gekommen (zumindest nach der Ansicht von Raban ;-D), so dass wir auf eine zweite Runde, dieses Mal ohne Begleitung gegangen sind.












Danach meldete sich langsam unser Hunger. Weiter durch die Straßen schlendern, folgten wir einem Spazierpfad, der von einem unserer Reisführer (Lonely Planet) empfohlen worden war. Von Lonely konnte aber keine rede sein, immer noch schoben sich Menschenmassen durch die malerischen Gassen von Higashiyama.
Mittlerweile war es fast 15:00 Uhr und endlich fanden wir ein kleines Lokal. Unser Essen sah nicht nur gut aus, es war wirklich hervorragend und außerdem bekam Frau Mitreisende vom Chef des Lokals noch eine Einführung darin, wie man das Sobagericht (im Vordergrund) richtig isst.

Frisch gestärkt ging es weiter auf unserem Spaziergang bis hin zum Yasaka-jinja und von da aus wieder nach Gion, wo uns lustige Gefährte begegneten.







Die Busse in dieser Gegend sind meistens voll bis übervoll, so dass wir beschlossen, ein weiteres Mal, von Gion aus zu unserem Apartment zu laufen. Auf dem Nachhauseweg kehrten wir noch im 7Eleven ein, um unseren Getränkevorrat aufzufüllen und natürlich noch etwas zu Essen mitzunehmen.

Morgen soll es bei uns regnen, aber auch dafür haben wir schon einen Plan :-D


Euch Allen einen schönen Restsonntag und bis morgen! Mata ashita!


Eure Yane

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