Samstag, 18. April 2015

Ich glaub, ich steh im Wald



Vorgestern Abend, also am 16.04.2015, beschlossen wir, noch ein paar Snacks zu probieren. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass Frau Mitreisende weitaus probierfreudiger ist als ich. Zumindest verweigerte ich mich nicht völlig, sondern wagte mich mit an diese tollen Sachen heran:



Der erste Snack waren kleine getrocknete Fische mit Mandelstücken. Zu den Mandeln muss ich wohl nichts weiter schreiben, aber zu den kleinen putzigen getrockneten Fischen mit ihren kleinen toten starren Augen, wie sie da so in der Schale liegen und einen beinahe anklagend ansehen… es hat mich wirklich einiges an Überwindung gekostet, mir den ersten dieser kleinen Scheisserchen einzuverleiben. Und Überraschung, die schmecken gar nicht so schlecht. Leicht nussig, salzig. Irgendwie gut. Dennoch, mehr als drei vier Stück würde ich nicht schaffen, denn der leichte Fischgeschmack ist ja auch noch da. Raban mochte diesen Snack extrem gern und hat fröhlich alles aufgegessen. Der zweite Snack war noch gewöhnungsbedürftiger. Getrockneter Tintenfisch. Da sieht man an den Tentakeln noch die Saugnäpfe … irghs … Mit Todesverachtung habe ich mir ein Ministück (ganz ohne Saugnäpfe) gegriffen, während Raban bereits gut gelaunt auf einem getrockneten Tentakel (mit ganz vielen Saugnäpfen) herum knatschte. Und Überraschung, das hat mir gar nicht geschmeckt. Zäh wie Gummi. Stellt euch eine Schweineschwarte vor, auf der ihr herum kauen müsst. Der Fischgeschmack war erträglich, doch das Zeug stinkt wie die Pest, zumindest für meine Nase. (Wenn Jemand was von diesen lustigen Snacks haben möchte, bitte Kommentar abgeben, sollte im Koffer noch Platz sein, bringe ich euch was mit.) Da half es nur das Ganze mit Alkohol herunter zu spülen. Mit Apfelbier! Warum gibt es so was nicht in Deutschland?

Der nächste Morgen kam zu früh und so haben wir auch um fast eine Stunde verschlafen. Vielleicht holen wir aber auch nur den fehlenden Schlaf der letzten Tage nach. Relativ entspannt fuhren wir, nach einem kleinen Frühstück, zum Bahnhof und der Hauptpost. Dort haben wir unsere gesammelten Postkarten abgegeben. Wer errät, wie viele Karten es insgesamt sind, bekommt eine kleine Überraschung aus Japan:

Dann konnten wir uns endlich nach Arashiyama aufmachen. Ehe wir uns, wie viele Andere auch, den Bambuswald angesehen haben, sind wir zu einem kleinen Tempel namens Jojakkuji, dessen Garten wirklich sehenswert ist.























Scheint fast ein bisschen ein Geheimtipp zu sein, denn nur wenige Menschen verirrten sich dorthin. Es gibt im dem Garten sogar eine kleine Hütte, in der man gemütlich sitzen und Pause machen kann. Wir haben dort unsere Mittagspause verbracht und unsere mitgebrachten O-Bento verzehrt.




 Weiter ging es dann über kleine Straßen zum Bambuswald. Es war richtig schönes Wetter und sehr viele Touristen und Schulklassen unterwegs. 






Der Bambuswald an sich kann nicht betreten werden. Nur über eine Straße kann man hindurch spazieren, will man sich den Eintritt für eine größere Runde durch Tempel und Bambuswald sparen. Das ist sehr nett und sicherlich auch bezaubernd, wenn man da morgens um sechs Uhr entlang geht, ganz ohne hunderter anderer Touristen. So war es eher lustig die Menschen zu beobachten.









Dennoch sind uns an der einen oder anderen Stelle ganz hübsche Bilder gelungen.


 



Nach diesem gemütlichen Spaziergang durch Arashiyama, fuhren wir zurück nach Kyoto. Einmal mehr stand einkaufen auf dem Plan und die vage Hoffnung, nicht wieder dem netten Herren von neulich zu begegnen. Wir hatten Glück und gelangten völlig unbehelligt zurück nach Hause  ;-D  Nach dem Abendessen fuhren wir mit dem Bus nach Gion. Am Abend wirklich sehr hübsch anzusehen.


















Da wir auf dem Rückweg ins Apartment keine Lust hatten, auf den Bus zu warten, sind wir gelaufen. Etwas über 3 Kilometer. Im Apartment gab es noch eine Kleinigkeit zu Essen und etwas zu Trinken, während wir uns die Bilder vom Tag ansahen. Danach waren wir beide allerdings so müde, dass wir beschlossen, den Blogeintrag auf heute zu verschieben.

Heute Abend sollte alles wieder seinen gewohnten Gang gehen und ein weiterer Eintrag online sein.


In diesem Sinne, bis später!

Eure Yane

1 Kommentar:

  1. Hallo, Ihr Lieben,

    gut, dass Ihr eine Pause gemacht habt und so doch mal früher
    schlafen gegangen seid.
    Die Snaks sehen wirklich gewöhnungsbedürftig aus. Aber probieren
    geht über studieren. Auch wenn es Überwindung kostet. Ihr seid sehr mutig!!!

    Die Bilder lassen Gartenfreunde bestimmt vor Neid erblassen. Da sieht alles sehr
    idyllisch aus. (Man muss sch nur die vielen Leute wegdenken).

    Viel Spaß noch bei Euren weiteren Erkundungen

    Liebe Grüße von Do. u. Pe.

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