Weil der Internetzugang gestern noch streikte (vielleicht auch nur weil Sonntag war), gibt es jetzt den ersten richtigen Blogeintrag zu unserer Reise, also fangen wir von gaaanz vorne an:
Am Freitag Vormittag hatte ich das Vergnügen meine Mitreisende, auch bekannt als Raban, vom Bahnhof anzuholen. Nach einem schnellen Mittagessen bei Mäcces ging es zunächst zu mir nach Hause. Dort haben wir Raban's Koffer zwischen gelagert und schon mal diverse Sachen umgepackt... also ich habe noch Sachen in Raban's Koffer gestopft ;-) Dann ging es zum Kaffeetrinken zu meinen Eltern. Oster Cupcakes! Die waren sehr köstlich. An dieser Stelle nochmals: Danke Mama und Babba für den schönen Nachmittag!
Die Zeit ging leider viel zu schnell vorüber. Da ich mein Auto bei meinen Eltern unterstellen durfte, haben uns meine Eltern uns zurück nach Hause gefahren. Beim Abschied hatte ich schon ein wenig Pippi in den Augen. [Ja, manchmal bin ich noch das kleine Mädchen. Ihr dürft ruhig lachen ;-) ]
Den Abend verbrachten wir damit, nochmal Koffer um zu packen, nach zu sehen, ob wir alles gepackt und nichts vergessen haben. Ein schnelles Abendessen, noch einmal schlafen und dann gings tatsächlich los. Unsere große Reise begann mit Koffer schleppen. (Nur so als Zwischeninfo, Rabans Koffer wog auf unserer Hinreise knapp 23 Kilo, meiner knapp 25. Mal sehen wie sich die Zahlen auf der Heimreise verändert haben.) Zwei Stockwerke nach unten. Das bestellte Taxi kam pünktlich 8:30 Uhr. Der Taxifahrer war... nun nennen wir es etwas seltsam. Sein Handy war auf der gesamten Fahrt zum Bahnhof interessanter als das, was sich auf der Straße abspielte. Den ein oder anderen kleinen Schlenker, den der gute Mann hingelegt hat, haben wir dennoch gut verkraftet. Am Bahnhof gab's Kaffee und Frühstück zum Mitnehmen. Das war gut, denn auch unser Zug kam pünktlich. Nicht gut war, dass es ein sehr kurzer Zug war, sehr viele Leute mitfahren wollten und nicht weniger viele Leute bereits im Zug saßen. Und wirklich sehr viele hatten Koffer mit dabei. Das hieß für uns erstmal einen halbwegs vernüftigen Platz finden. In den Gängen standen bereits viele Koffer herum und die große Gepäckablage für die Koffer war sowieso übervoll. Aber gegenüber waren zumindest noch zwei Klappsitze frei, auf die wir uns setzen konnten. Ein kleiner Koffer rutschte dann, weil keiner der Koffer gesichert war, auch tatsächlich in einer Kurve heraus und beinahe auf Raban's Fuß. Aber zum Glück konnte sie sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Kurze Zeit später kam eine sehr nette Zugbegleiterin und fragte uns, ob wir nicht in den letzten Wagen wollten, da wären noch Plätze frei. Eine so freundliche und hilfsbereite Zugbegleiterin habe ich noch nicht erlebt. Die gute Frau hat uns tatsächlich noch mit dem Gepäck geholfen. Ganz große Klasse! Danke, gute Frau, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe!
Mit nur wenigen Minuten Verspätung kamen wir in Frankfurt an. Das Gepäck konnten wir gleich einchecken, als wir den richten Schalter gefunden hatten. Die Wartezeit bis zum Boarding haben wir uns mit Spaziergängen durch die Abflughalle verkürzt. Und Raban hat noch ihr letztes Essen verputzt, was amüsant war. Sie hatte ihren Kühlschrank zu Hause geleert und noch Käse, Obst und Eier. Da sitzt also meine Mitreisende in Frankfurt in der Abflughalle und isst Harzer Roller. Sehr reifen Harzer... ich muss nicht mehr dazu schreiben. Oder? ;-D
Das Boarding begann 14:50 Uhr. Ganz entspannt. Und ganz entspannt war auch der Flug nach Doha. Nicht alle Plätze waren besetzt, so dass man sich nicht so eingeengt fühlte. Der Flug dauerte etwas mehr als 5 Stunden. Wie wir uns die Wartezeit in Doha auf dem Flughafen vertrieben haben wisst ihr ja schon. Der Flughafen ist wirklich schön. Zumindest finde ich ihn schöner und weitaus angenehmer als den in Dubai. Nur eine kleine Sache ist kurios. Unser Abfluggate wurde von C2 nach E21 verlegt. Das hieß für uns laufen und zwar knapp 15 Minuten! Der Flughafen ist riesig! Aber wir hatten Zeit und konnten ganz entspannt zum neuen Gate spazieren.
Der Flug nach Tokyo Narita war, soweit wir von der Economy Class sprechen, ausgebucht. Nicht ein freier Platz mehr. Dennoch war auch dieser Flug entspannt. Ab und zu mal aufstehen, sich die Beine vertreten, dann geht das. Die knapp zehn Stunden Flug gingen für mich dieses Mal sogar recht schnell vorüber. Ich hatte Glück und konnte wenigstens fast zwei Stunden komplett schlafen und immer mal ein paar Minuten weg nicken. Und es gab ja auch noch die Boardunterhaltung. Auf meinem Programm standen "Interstellar" und "Unbroken". Miyavi mal als böser Fiesewicht :-D
Die Einreiseformalitäten haben sich entweder in den letzten Jahren geändert, sind strikter geworden, oder aber es liegt daran, dass wir in Tokyo eingereist sind. Auf mich wirkte das Prozedere sehr hektisch. Vor 5 Jahren in Kyoto war alles irgendwie entspannter. Dennoch haben wir auch das gut hinter uns gebracht und konnten uns dann auf den weiteren Weg begeben. Zuerst den Railpass abholen. Keine Überraschung, es gab eine Warteschlange, dafür aber sehr freundliche JR Mitarbeiter. Danach noch den richtigen Zug in die Stadt finden, auch da sehr freundliche Mitarbeiter des Bahnhofs, die einem weiter helfen, wenn man todmüde und leicht überfordert vor dem Fahrplan steht. Mit dem Bummelzug nach Nippori, dort umsteigen in die Yamanote nach Meguro. Raus aus dem Bahnhof, drei Mal verwirrt in die Gegend blinzeln, sich den Stadtplan ins Gedächtnis rufen und dann (hoffentlich) in die richtige Richtung gehen. Und ja, es war die richtige Richtung und das Hotel nach gut 5 Minuten Weg auch gefunden. Einchecken total easy. Das Zimmer betreten und sich denken... "Ohhh und wo ist der Rest des Zimmers?" Das Zimmer ist wirklich klein. Es gibt keinen Platz um die Koffer wirklich unter zu bringen oder Sachen zu verstauen. Kein Schrank, gar nichts, nur noch ein kleines Bad. Das Zimmer ist durchaus ausreichend, wenn man mit leichtem Gepäck reist, aber nicht mit riesem Gepäck. Ansonsten können wir uns nicht beklagen. Es ist ruhig und im Hotel herrscht eine angenehme Atmosphäre. Was auch gut so ist, so haben wir den ganzen Schlaf nachholen können. Deshalb sind wir heute erst gegen Mittag los gegangen und haben uns den Meji-Schrein angesehen.
Danach ging es einkaufen in der Takeshita-Dori.
Abendessen gab es in einem Schnellrestaurant. Udon, Reis und Tempura - große Liebe :-)
Auf dem Rückweg haben wir noch den dortigen Daiso (100 Yen Shop) geplündert - siehe Bild "Einkauf 2". Die Bahn nach Hause (nach Hause!?) war natürlich proppenvoll, Rushhour.
Wir hatten heute richtig schönes Wetter. Sonnig, ein wenig schwül, aber kein Grund, sich zu beklagen. Nur viel zu wenig getrunken haben wir, also gings nachdem wir unsere ersten Einkäufe im Hotel deponiert hatten, gleich nochmal in den Laden gegenüber vom Hotel, um diverse Getränke zu kaufen - siehe Bild "Einkauf 1". Nachdem der Flüssigkeitshaushalt wieder im Lot ist, wollten wir an der Rezeption noch kurz fragen, wie das mit dem WLAN ist. Vorsichtshalber hab ich's nochmal gecheckt und siehe da, es geht!
Jetzt ist es kurz vor zehn. Zeit für's Bett und morgen... morgen gibt es, wenn das WLAN es zulässt, einen neuen Eintrag :-)
Alles Liebe,
eure Yane
Hallo, Ihr Lieben,
AntwortenLöschenes ist schön zu hören, dass die lange Reise gut verlaufen ist.
Habt viel Spaß bei Euren Unternehmungen und bleibt gesund.
Wir freuen uns auf die nächsten Nachrichten. Liebe Grüße
Do. und Pe.
Minna san, konnichi wa. Bin froh, dass Ihr gut tsukimashita und genki desu seid. Bin in Gedanken bei Euch.... :-)) Freue mich auf die nächsten Einträge. VLG vom Usagi.
AntwortenLöschen