namenlos ~ nameless
Dienstag, 8. August 2023
England im April oder ich wusste nicht, auf was ich mich wirklich einlasse
Damals dachte ich: Gut, kann man machen. Das hört sich jetzt nicht soooooo schlimm an. Ach hätte ich doch damals nur das gewusst, was ich heute, nach unserer Wanderung weiß ;-)
Nach Planung und Organisation unserer Reise, was dieses Jahr einfach war, da das großartige Team von Hillwalktours alles organisiert hat, war für uns nur noch der Flug nach England (Newcastle) und die Zugfahrt nach Frankfurt zu buchen. Alles kein Problem und reibungslos verlaufen. Fürs Erste also ganz gut.
Nicht mehr gut war unser erster Tag, der 11. April 2016. Frau Mitreisende und ich wollten uns im Zug nach Frankfurt treffen. Zuerst kam mein Taxi viel zu früh, weshalb ich leicht hektisch wurde, dennoch hatte ich nichts vergessen. Während der Taxifahrt zum Bahnhof klingelte mein Handy gefühlte zehn Mal. Nur das Handy lag hinten im Kofferraum bei meinem Gepäck, war volle Pulle laut gestellt und dröhnte also permanent das Doctor Who Thema. Ja, ich hatte Spaß auf der Fahrt, der Taxifahrer eher nicht so. Ein wenig habe ich mich schon gewundert, wer mich da laufend versucht, zu erreichen, als ich den Bahnhof mit vollem Gepäck betrat, wusste ich, es war Frau Mitreisende, denn auf der Anzeigetafel stand, dass unser Zug ausfällt. Großartig! Das brachte unseren Zeitplan gehörig durcheinander und von rechtzeitigem Einchecken konnte keine Rede sein. Wir mussten einen Zug später nehmen und dieser fuhr eine ganze Stunde später. Die Wartezeit überbrückte ich damit, mehrfach mit Frau Mitreisender zu telefonieren, und uns, nach einem Gespräch mit unserer Fluggesellschaft in Frankfurt, zumindest schon vorab online einzuchecken. Das sollte uns ca. 5 bis 10 Minuten sparen. Die Fahrt nah Frankfurt verlief ruhig und mehr oder weniger angespannt. Wir mussten, kaum dass der Zug in Frankfurt hielt, aus dem Zug springen und zum Check In rennen. Was mit dem ganzen Gpäck nicht einfach war und dann wurden wir noch falsch geschickt... Dennoch haben wir es geschafft. Die Mitarbeiter bei KLM am Check In waren super freundlich und sehr entspannt. Zum Glück!
Der erste Flug ging für uns von Frankfurt nach Amsterdam. In einer kleinen Maschine (Cityhopper). Schon da wars mir leicht schwummrig, dennoch erträglich. Der zweite Flug von Amsterdam nach Newcastle in einer größeren Maschine brachte mich an den Rand eines Kreislaufzusammenbruchs. Mir war schlecht, schwindelig und laut Frau Mitreisender war ich nicht nur blass, sondern grün im Gesicht. Aber auch das haben wir überlebt. Nachdem wir in Newcastle festen Boden unter den Füßen und durchgeatmet hatten, fuhren wir mit der Metro nach Whitley Bay. Das Metro System in Newcastle ist echt gewöhnungsbedürftig. Es ist wirklich gut aufgebaut und einfach in der Handhabung, nur gibt es kaum Stationen, an denen man seine Tickets wirklich durchziehen muss, meistens kann man einfach durch gehen. Echt seltsam,weil wirklich überall die Durchgänge mit den Ticketmaschinen sind... wie dem auch sei, wir haben nicht lange gebraucht, um unser erstes B&B auf unserer Wanderung zu finden. Und es war GROßARTIG!
Sonntag, 18. Juni 2017
In eigener Sache / Disclaimer
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1200 Jahrfeier Wandersleben
Im Jahr 817 n. Chr. wurde mein Heimatort erstmals urkundlich erwähnt. Damals noch unter dem Namen Wantesleiben. Wobei Wante wahrscheinlich eine Abwandlung des germanischen Namens Wanti ist. Und leiben soviel wie Erbe oder Besitz bedeutet. Der Ortsname Wantesleiben ist also als "Erbe, Besitz, Nachlass des Wanti" zu verstehen. Über mehrere Jahrhunderte änderte sich immer wieder die Schreibweise des Ortsnamens, bis etwa im 16. Jahrhundert der Name Wandersleben daraus entstand. Wann unser Dorfwappen, der Wandersmann, dazu kam, scheint keiner so wirklich zu wissen. Mich begleitete er aber von Kindesbeinen an und ist mir äußerst sympathisch.
In jedem Ort gibt es sicherlich eigene Sagen und Mythen, die sich um die Ortsgeschichte ranken. Bei uns ist es der Graf von Gleichen mit seinen zwei Frauen: Die Sage vom zweibeweibten Grafen
So ist es nicht verwunderlich, dass eben jenes Ereignis zum Start der Festwoche zur 1200 Jahrfeier im Freudenthal nachgestellt wurde. Am 11.06.2017 spazierten wir gut gelaunt ins Freudenthal und warteten auf den Einzug des Grafen.
Bei knapp 30°C und einer nicht ganz geglückten mehrtägigen Anreise des Grafen samt Gefolge, bei der es mehrere Verletzte gab, hatten die Darsteller in ihren aufwendigen Gewandungen mein volles Mitgefühl.
Über die ganze Woche verteilt gab es in Wandersleben Festveranstaltungen. Gestern, am 17.06.2017, fand die 1200 Jahrfeier statt. bei erfrischenden 20°C und bewölktem Himmel drehten wir unsere Runde im Dorf, denn etliche Bewohner hatten ihre Höfe geöffnet und ihre Häuser dekoriert.
Klein Amerika ist der Ortsteil aus dem ich komme 😁
Wir befinden uns nicht mehr in klein Amerika, trotzdem schön hier 😉
Der Eingang zum Wohnturm. Restauriert, schick hergerichtet und wirklich interessant. Leider hatten wir gestern wahrscheinlich den falschen Zeitpunkt erwischt, um einen Blick hinein zu werfen und die ein oder andere Erklärung/Führung zu bekommen. Denn statt auf unser fröhliches "Hallo" und "Guten Tag" auch nur irgendeine Antwort zu bekommen, wurden wir nur kurz abschätzig angesehen und dann ignoriert. Sehr schade, denn der Wohnturm und das angeschlossene Gehöft haben einiges Sehenswertes zu bieten. Davon konnten wir uns im letzten Jahr schon überzeugen und haben eine ausgedehnte Führung mit vielen Erklärungen bekommen. Dieses mal allerdings fühlten wir uns eher wie Eindringlinge und so gar nicht Willkommen. Wirklich schade, denn wir hätten schon gern von den Herrschaften in Gewandung gehört, wie das Bierbrauen im Trog funktioniert und es sich im Wohnturm lebt. So haben wir uns einmal kurz umgesehen und sind wieder gegangen. Sehr schade, wirklich.
Der nette Herr hat sich gefreut, dass sein Schmuckstück fotogarfiert wird und das hat mich sehr gefreut.
Wer es nicht lesen kann, auf dem Schild steht:
Wer flugtauglich war und 40 € hatte, konnte auch einen Rundflug machen. Wir haben darauf verzichtet. Vor ein paar Jahren hatten wir uns einen Rundflug mit einer Antonov gegönnt. Sah toll aus. Wir hatten damals strahlenden Sonnenschein und eine richtig gute Sicht. Schlecht ist mir trotzdem geworden, wer mich kennt weiß, dass ich eben nicht wirklich flugtauglich bin.
Und das war's dann auch schon.
Eure Yane
Montag, 27. Februar 2017
Urlaub wir Kommen!
Nachdem es letztes Jahr keinerlei Blogeinträge von unserem Wanderurlaub gab, könnte es doch tatsächlich dieses Jahr wieder mit Einträgen klappen.
Letztes Jahr zu bloggen wäre für mich die Hölle gewesen. Es gab kaum WLAN und keine Möglichkeit, Bilder zu sortieren und auf einen Laptop zu laden. Wir hatten nämlich keinen mit. Das war auch gut so. Entweder das Ding hätte die Zwischentransporte nicht überlebt, oder wenn wir es jeden Tag mitgeschleppt hätten, wäre es gleich am ersten Tag an einem Wasserschaden zu Grunde gegangen. Wie dem auch sei...
Demnächst geht es also wieder los. Dieses Mal aber zieht es uns gar nicht so weit weg von den gewohnten Gefilden. Nein, wir bleiben sogar in der Heimat... mehr oder weniger. Wenn alles klappt, so wie angepriesen, dann gibt es WLAN und da der Kurzurlaub zur Erholung dienen soll, dann sollte abends auch Zeit sein, um zu bloggen. So ein bisschen zumindest.
In diesem Sinne: bis bald!
Yane
Montag, 27. April 2015
Tokyo -> Doha / Doha -> Frankfurt und zurück nach Hause
Einzig gut war der Ausblick, den wir zu Beginn des Fluges hatten:
Irgendwie schaffte Raban es, auch auf diesem Flug hauptsächlich zu schlafen, während ich mich durch jede Stunde quälte und versuchte, meine Beine und Füße zu beruhigen, denn die Unruhe und das Kribbeln wurde immer schlimmer. Das ist der einzige Punkt, der mich an diesen Flügen gestört hat. Ansonsten waren Start und Landung wirklich in Ordnung und ich hatte nicht mit Flugkrankheit zu kämpfen.
In Frankfurt angekommen, beschlossen wir uns zunächst kurz frisch zu machen, ehe wir unsere Koffer abholten. Die erste Kabine, die ich auf der Toilette betrat, verließ ich rückwärts wieder. In den Flughäfen in Narita, in Doha und in Tokyo schafften es die Betreiber, die Toiletten wirklich sauber und ordentlich zu halten. Ich erwarte keine Hightech Toiletten, so wie es sie sehr oft in Japan gibt, aber eine ordentliche und saubere Toilette ist doch nicht zu viel verlangt... in Frankfurt offensichtlich schon.
Etwas später, nachdem ich mich vom ersten Schreck erholt hatte, holten wir unsere Koffer ab, meldeten uns kurz bei unseren Familien zurück und machten uns dann auf zum Zoll. Dort begab ich mich dann zum Zollausgang, wo man Waren anmelden muss. Schließlich wollte ich wissen, ob ich irgendwas mit dem Zettel in meinem Pass machen muss. Zöllner angesprochen, ihm den Zettel gezeigt und gesagt, warum der Zettel da drin ist, mit der Frage, ob ich da irgendwas machen muss. Der Zöllner guckt mich an, "Und was sagt der Zettel aus?" Hatte ich ihm das nicht eben schon gesagt? Also hab ich nochmal gesagt, dass da steht, dass ich den Koffer in Tokyo steuerfrei für XY Yen gekauft habe. Daraufhin Herr Zöllner, "Keine Ahnung, so einen Zettel habe ich noch nie gesehen. Haben Sie denn noch andere Sachen gekauft?" Hatte ich und das sagte ich auch, aber auch, dass alles zusammen nicht die rund 400 EUR Freigrenze überschreitet. Er nickt verständnisvoll und erklärt, "Ja dann ist alles in Ordnung und Sie müssen nichts weiter machen." Und das wars. Also wenn der Zoll sich nicht mit solchen Scheinen auskennt, wer dann?
Wie dem auch sei, erleichtert machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Eine Kleinigkeit zu Essen und Getränke wären ganz gut. Aber weder Getränketechnisch noch Essenstechnisch sprach uns irgendetwas an. Wir quälten uns dann Cola und ich noch ein Brötchen rein. Im Zug mussten wir uns dann erstmal ein passenden Platz für uns und unsere Koffer zuchen. Gar kein so einfaches Unterfangen. Laut Aussage des Zugbegleiters ist das Reisen mit großem Gepäck mit der Deutschen Bahn gar nicht geplant! Ach neee! Und das am Frankfurter Flughafen, wo massenhaft Menschen mit großem Gepäck ankommen und abfahren. Manchmal zweifelt man schon am Verstand des ein oder anderen Mitmenschen.
Nach gut 2,5 Stunden Zugfahrt kamen wir zu Hause an. Frau Mitreisende musste noch weiter fahren und war erst Stunden später an ihrem Zielort. Ich wurde von einer Freundin am Bahnhof in Empfang genommen - Danke Camy! Die Gute brachte mich nach Hause und schaffte es auch, mit etwas Geduld, meinen Koffer zu öffnen. Nochmal Danke! :-D
Zu Hause erwartete mich auch eine kleine Überraschung. Meine Mum war am Vormmittag da gewesen und hatte für mich etwas Obst, Brot, Butter, Wurst, Käse und meine Lieblingssüßigkeit (Amarettini) bereit gestellt und dazu noch einen Strauß Blumen aus unserem Garten - VIELEN DANK!
Nachdem der Koffer leidlich ausgeräumt war, gönnte ich mir noch eine Dusche, aß etwas Obst und verschwand um 21:15 Uhr ins Bett, da mein Kreislauf sich langsam aber sicher verabschiedete. Ich schlief fast 11 Stunden durch, quälte mich dann aus dem Bett, um die ersten Maschinen Wäsche anzusetzen und weiter aufzuräumen. Um zehn Uhr holte mich meine Mum ab, denn mein Auto stand ja bei der Elternschaft. Die Wiedersehensfreude war groß und war eine halbe Stunde später bei meinem Babba (so schreibt er sich selbst, das kommt nicht von mir ;-D) genau so groß.
Auch wenn ich Japan nach nur zwei Tagen schon wie Bolle vermisse, ich freue mich unglaublich, meine Eltern, meine Familie und Freunde wieder zu sehen.
Alles Liebe,
eure Yane
Die letzten Stunden in Tokyo
Mit zwei riesen Koffern, diversen Tüten und Rucksäcken machten wir uns auf zur Bushaltestelle. Zum Glück war der Bus nicht übervoll, so dass wir trotz unseres ganzen Gepäcks gut hinein passten. Die Fahrt zum Bahnhof dauerte nicht lang und während Frau Mitreisende einfach das Gefühl hatte, wir würden lediglich mal für eine Woche weg fahren und dann wieder kommen, machte sich in mir der Abschiedsblues breit.
Im Zug versuchte ich etwas zu schlafen und tröstete mich damit, dass wir noch den halben Tag in Tokyo hatten und uns mit Denise treffen wollten. Frau Mitreisende hatte noch ein paar Bilder, sehr schöne Bilder, von der Fahrt gemacht. Die Bilder werde ich nachreichen, sobald ich diese von Raban habe.
Wir hatten uns vorgenommen, gleich zum Haneda Airport zu fahren, um unser Gepäck einzuchecken. Aber leider konnte man das erst ab 21:00 Uhr. Aber es gab eine Gepäckaufbewahrung. Für meinen Koffer, zwei riesige Tüten habe ich umgerechnet ca. 12 EUR für die Aufbewahrung gezahlt, was völlig okay ist. Mit nun leichterem Gepäck fuhren wir mit der Monorail zurück in die Stadt und trafen uns gegen Mittag mit Denise in Harajuku, wo wir zu dritt auf Einkaufstour gingen. Schließlich wollten Raban und ich noch unser letztes Geld verbraten. Tatsächlich haben wir noch das ein oder andere Stück gefunden.
Am Nachmittag waren wir alle etwas müde und beschlossen, uns in Brook's Café eine Pause zu gönnen.
Wir dehnten die Pause auf über eine Stunde aus. Denise traf sich später noch mit einem Freund und Raban und ich waren so müde, dass uns nicht mehr nach Stadtbummel war, sondern wir zurück zum Flughafen fuhren. Während des Nachmittages hatte sich die Idee entwickelt, noch einen kleinen Kabinenkoffer zu kaufen, weil da auf jeden Fall mehr rein ging, als in meinen schon jetzt übervollen Rucksack. Doch in Harajuku war ich nicht fündig geworden. Aber am Flughafen gab es mehr als einen Laden mit Koffern. Doch nur einer hatte es mir wirklich angetan, war der letzte in diesem Design und auch noch der günstigste:
Beim Kauf (Tax Free) bekam ich vom Verkäufer einen Zettel in den Pass geklebt, auf dem stand, dass ich eben diesen Koffer zum Preis von XY Yen erworben hatte. Was mich ein wenig nervös machte, da ich nicht wusste, wie die netten Zollbeamten zu Hause in Deutschland darauf regieren würden und ob ich vielleicht meinen großen Koffer öffnen musste, damit alles genau inspiziert werden konnte. Dann hätte ich nämlich ein echtes Problem, weil ich ja meinen Koffer nicht mehr so einfach aufbekam. Aber bis dahin war noch Zeit.
In der Flughafenhalle packte ich also meinen Rucksack aus und alles in den Koffer. Dazu noch die neu erstanden Sachen und einige Sachen von Frau Mitreisender fanden auch noch Platz. Sehr schön! So erleichtert und mit wesentlich mehr Bewegungsfreiheit begaben wir uns zum Check-in. Es gab keine Beanstandung bezüglich des Gewichts unserer Koffer, also wogen beide wohl unter 30 Kilo. Welches Gewicht die Koffer genau hatten, wissen wir leider nicht. Es war ganz seltsam, plötzlich nicht mehr mit einem Haufen Gepäck durch die Gegend zu laufen. Wir begaben uns zur Kontrolle und stürzten uns danach ein weiteres Mal ins Getümmel, um unsere restlichen Yen auszugeben. Das schöne an unserer Airline war, wir durften Koffer mit 30 Kilo einchecken, 7 Kilo Handgepäck mitschleifen, dazu eine kleine Handtasche mit persönlichen Gegenständen UND natürlich alles, was man im Dutyfree Bereich gekauft hat (egal wie viel!). Wir schlugen also nochmal zu, um KitKat in verschiedenen Sorten zu erstehen: Grüntee-, Grüntee-Sakura-, Chili-, Traube-Rum-, Cheesecake-, Orange-Zitrone- und mit (süße)Bohnen-Geschmack. Zwei oder drei andere Snacks kamen noch dazu und dann gingen wir noch im Uniqlo Socken kaufen. Nach der ersten Runde dort, bezahlte Frau Mitreisende ihre Sachen, stellte sich dann am Tresen ganz an die Seite und begann ihr Kleingeld zu zählen, um heraus zu finden, wie viel Geld sie noch hatte und wie viele Socken sie noch kaufen konnte. Derweil stand ich daneben, amüsierte mich ein wenig und passte auf unsere Sachen auf, als die Chefin des Ladens zu uns kam und fragte, was wir machen. Ich erklärte ich lachend, was Raban gerade tat, worauf die Chefin trocken meinte, "Da kann ich euch helfen.", schnell rief sie ihrem Mitarbeiter etwas zu, der ihr etwas verdutzt eine Art Zählbrett für Kleingeld reichte, einen Taschenrechner und über den Tresen herum zu uns spähte, begriff, was vor sich ging und ebenfalls grinste. Mit Hilfe der netten Frau war innerhalb einer Minute klar, wie viel Geld Raban noch hatte, dann wurde das Geld von den netten Uniqlo Leuten gleich von Kleingeld in Scheine und größere Münzen umgetauscht, so dass Raban es nun wesentlich leichter hatte. Grinsend erklärte die Chefin des Ladens, dass sich Frau Mitreisende noch 2 der Sockenpacks (immer drei Paare in einem Pack) leisten konnte. Freude strahlend tat das Raban auch. Unter Gelächter und winken verabschiedeten wir uns dann aus dem Laden und die nette Frau Chefin kam extra nochmal raus, um uns zu winken und zu verabschieden. Die Frau war wirklich der Hammer :-D
In einem weiteren kleinen Laden entdeckte Raban einen kleinen Schirm mit lustiger Hülle, den sie gern wollte, doch das verbliebene Geld reichte dafür nicht, also sponserte ich ihr ganz großzügig 230 Yen. Somit belief sich Rabans Restgeld, nach dem Kauf des Schirms, auf ganze 5 Yen! Mission Geld ausgeben war also erfolgreich ;-)
Da sich die Zeit weder zurück drehen, noch aufhalten lässt, kam der unausweichliche Moment. Wir mussten zum Boarding und das Flugzeug besteigen, was uns näher Richtung Heimat brachte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns also von Japan. Dieser Urlaub war wirklich schön und hat meinen ersten Japanurlaub sogar noch übertroffen. Ich habe mich und freue mich immer noch auf meine Familie und Freunde in Deutschland. Ich freue mich auf mein eigenes Bett und auf eine vernünftige Waschmaschine, denn unsere Socken sind in Japan zum Beispiel nicht sauber geworden. Aber ich bin auch traurig, dass die Zeit in Japan schon wieder vorbei ist.
Vom zweiten Teil unserer Rückreise und der Ankunft in Deutschland berichte ich im nächsten Blogeintrag. Danach gibt es, wie versprochen, noch ein paar Anekdoten aus Japan :-) UND ich werde berichten, wie sich meine Elternschaft mit den mitgebrachten Japanischen Snacks anstellt und ob sie sich da überhaupt ran trauen ;-D
Alles Liebe,
eure Yane




