Im Jahr 817 n. Chr. wurde mein Heimatort erstmals urkundlich erwähnt. Damals noch unter dem Namen Wantesleiben. Wobei Wante wahrscheinlich eine Abwandlung des germanischen Namens Wanti ist. Und leiben soviel wie Erbe oder Besitz bedeutet. Der Ortsname Wantesleiben ist also als "Erbe, Besitz, Nachlass des Wanti" zu verstehen. Über mehrere Jahrhunderte änderte sich immer wieder die Schreibweise des Ortsnamens, bis etwa im 16. Jahrhundert der Name Wandersleben daraus entstand. Wann unser Dorfwappen, der Wandersmann, dazu kam, scheint keiner so wirklich zu wissen. Mich begleitete er aber von Kindesbeinen an und ist mir äußerst sympathisch.
In jedem Ort gibt es sicherlich eigene Sagen und Mythen, die sich um die Ortsgeschichte ranken. Bei uns ist es der Graf von Gleichen mit seinen zwei Frauen: Die Sage vom zweibeweibten Grafen
So ist es nicht verwunderlich, dass eben jenes Ereignis zum Start der Festwoche zur 1200 Jahrfeier im Freudenthal nachgestellt wurde. Am 11.06.2017 spazierten wir gut gelaunt ins Freudenthal und warteten auf den Einzug des Grafen.
Bei knapp 30°C und einer nicht ganz geglückten mehrtägigen Anreise des Grafen samt Gefolge, bei der es mehrere Verletzte gab, hatten die Darsteller in ihren aufwendigen Gewandungen mein volles Mitgefühl.
Über die ganze Woche verteilt gab es in Wandersleben Festveranstaltungen. Gestern, am 17.06.2017, fand die 1200 Jahrfeier statt. bei erfrischenden 20°C und bewölktem Himmel drehten wir unsere Runde im Dorf, denn etliche Bewohner hatten ihre Höfe geöffnet und ihre Häuser dekoriert.
Klein Amerika ist der Ortsteil aus dem ich komme 😁
Wir befinden uns nicht mehr in klein Amerika, trotzdem schön hier 😉
Der Eingang zum Wohnturm. Restauriert, schick hergerichtet und wirklich interessant. Leider hatten wir gestern wahrscheinlich den falschen Zeitpunkt erwischt, um einen Blick hinein zu werfen und die ein oder andere Erklärung/Führung zu bekommen. Denn statt auf unser fröhliches "Hallo" und "Guten Tag" auch nur irgendeine Antwort zu bekommen, wurden wir nur kurz abschätzig angesehen und dann ignoriert. Sehr schade, denn der Wohnturm und das angeschlossene Gehöft haben einiges Sehenswertes zu bieten. Davon konnten wir uns im letzten Jahr schon überzeugen und haben eine ausgedehnte Führung mit vielen Erklärungen bekommen. Dieses mal allerdings fühlten wir uns eher wie Eindringlinge und so gar nicht Willkommen. Wirklich schade, denn wir hätten schon gern von den Herrschaften in Gewandung gehört, wie das Bierbrauen im Trog funktioniert und es sich im Wohnturm lebt. So haben wir uns einmal kurz umgesehen und sind wieder gegangen. Sehr schade, wirklich.
Der nette Herr hat sich gefreut, dass sein Schmuckstück fotogarfiert wird und das hat mich sehr gefreut.
Wer es nicht lesen kann, auf dem Schild steht:
Bahnhofstraße 215
Ab 01.12.1909 Molkerei
erbaut von Karl Bittorf
Filiale von dem
in Steinbach-Hallenberg
betriebenen Gehöft
Wer flugtauglich war und 40 € hatte, konnte auch einen Rundflug machen. Wir haben darauf verzichtet. Vor ein paar Jahren hatten wir uns einen Rundflug mit einer Antonov gegönnt. Sah toll aus. Wir hatten damals strahlenden Sonnenschein und eine richtig gute Sicht. Schlecht ist mir trotzdem geworden, wer mich kennt weiß, dass ich eben nicht wirklich flugtauglich bin.
Und das war's dann auch schon.
Eure Yane


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