"Wo wollen wir eigentlich in den Urlaub hin?" Ja, solche Fragen stellt sich wohl jeder mal. Nachdem Kanada aus Geld und Zeit Gründen nicht klappte, genau wie ein Wanderurlaub in Schweden, kam Frau Mitreisende Ende letzten Jahres oder Anfang diesen Jahres auf die grandiose Idee "Ich wollte schon immer mal den Hadrianswall ablaufen. Lass uns das machen!"
Damals dachte ich: Gut, kann man machen. Das hört sich jetzt nicht soooooo schlimm an. Ach hätte ich doch damals nur das gewusst, was ich heute, nach unserer Wanderung weiß ;-)
Nach Planung und Organisation unserer Reise, was dieses Jahr einfach war, da das großartige Team von Hillwalktours alles organisiert hat, war für uns nur noch der Flug nach England (Newcastle) und die Zugfahrt nach Frankfurt zu buchen. Alles kein Problem und reibungslos verlaufen. Fürs Erste also ganz gut.
Nicht mehr gut war unser erster Tag, der 11. April 2016. Frau Mitreisende und ich wollten uns im Zug nach Frankfurt treffen. Zuerst kam mein Taxi viel zu früh, weshalb ich leicht hektisch wurde, dennoch hatte ich nichts vergessen. Während der Taxifahrt zum Bahnhof klingelte mein Handy gefühlte zehn Mal. Nur das Handy lag hinten im Kofferraum bei meinem Gepäck, war volle Pulle laut gestellt und dröhnte also permanent das Doctor Who Thema. Ja, ich hatte Spaß auf der Fahrt, der Taxifahrer eher nicht so. Ein wenig habe ich mich schon gewundert, wer mich da laufend versucht, zu erreichen, als ich den Bahnhof mit vollem Gepäck betrat, wusste ich, es war Frau Mitreisende, denn auf der Anzeigetafel stand, dass unser Zug ausfällt. Großartig! Das brachte unseren Zeitplan gehörig durcheinander und von rechtzeitigem Einchecken konnte keine Rede sein. Wir mussten einen Zug später nehmen und dieser fuhr eine ganze Stunde später. Die Wartezeit überbrückte ich damit, mehrfach mit Frau Mitreisender zu telefonieren, und uns, nach einem Gespräch mit unserer Fluggesellschaft in Frankfurt, zumindest schon vorab online einzuchecken. Das sollte uns ca. 5 bis 10 Minuten sparen. Die Fahrt nah Frankfurt verlief ruhig und mehr oder weniger angespannt. Wir mussten, kaum dass der Zug in Frankfurt hielt, aus dem Zug springen und zum Check In rennen. Was mit dem ganzen Gpäck nicht einfach war und dann wurden wir noch falsch geschickt... Dennoch haben wir es geschafft. Die Mitarbeiter bei KLM am Check In waren super freundlich und sehr entspannt. Zum Glück!
Der erste Flug ging für uns von Frankfurt nach Amsterdam. In einer kleinen Maschine (Cityhopper). Schon da wars mir leicht schwummrig, dennoch erträglich. Der zweite Flug von Amsterdam nach Newcastle in einer größeren Maschine brachte mich an den Rand eines Kreislaufzusammenbruchs. Mir war schlecht, schwindelig und laut Frau Mitreisender war ich nicht nur blass, sondern grün im Gesicht. Aber auch das haben wir überlebt. Nachdem wir in Newcastle festen Boden unter den Füßen und durchgeatmet hatten, fuhren wir mit der Metro nach Whitley Bay. Das Metro System in Newcastle ist echt gewöhnungsbedürftig. Es ist wirklich gut aufgebaut und einfach in der Handhabung, nur gibt es kaum Stationen, an denen man seine Tickets wirklich durchziehen muss, meistens kann man einfach durch gehen. Echt seltsam,weil wirklich überall die Durchgänge mit den Ticketmaschinen sind... wie dem auch sei, wir haben nicht lange gebraucht, um unser erstes B&B auf unserer Wanderung zu finden. Und es war GROßARTIG!